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Jugend forscht: 18 Projekte qualifizieren sich

Schwarzheide, den 04.03.2019

für Landesfinale Brandenburg
Energiedienstleister EWE veranstaltet Ostbrandenburger Regionalwettbewerb in Eberswalde / Motto 2019: Frag Dich!

Eberswalde, 28. Februar 2019. Die monatelange Fleißarbeit hat sich gelohnt. 18 von insgesamt 56 Projekten junger Brandenburger Forscherinnen und Forscher haben sich heute für den Landeswettbewerb Brandenburg „Jugend forscht 2019“ qualifiziert. Die Sieger konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen. Das Motto in diesem Jahr: „Frag Dich!“ Förderer und Ausrichter des Wettbewerbstages war traditionell das Energieunternehmen EWE.

 

Die Jury aus Pädagogen, Praxisexperten und Wissenschaftlern war von den kreativen und ausgefallenen aber auch zeitgemäßen Projektpräsentationen im Zentrum für Erneuerbare Energien „Hermann Scheer“ in Eberswalde sehr angetan. Es gäbe viele clevere Ideen und Potenzial zum Fortsetzen der Arbeiten. Die Bewertung der Projekte aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik fiel entsprechend positiv aus. Für die 18 gekürten Siegerprojekte geht es am 2. und 3. April beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Schwarzheide weiter. Dort qualifizieren sich die Besten für das 54. Bundesfinale, das vom 16. bis 19. Mai in Chemnitz stattfindet.

 

Beim heutigen Ostbrandenburger Regionalwettbewerb bewiesen die 80 Jungforscherinnen und Jungforscher auf vielfältige Art und Weise, dass Forschen nicht nur spannend ist, sondern auch Spaß und Erfolg bringt. So zeigte Jonas Gericke aus Wildau ein chaotisches Doppelpendel als Grundlage eines neuen Verschlüsselungsverfahrens. Die Jury war beeindruckt, wie tief er die komplexen wissenschaftlichen Zusammenhänge in eine funktionsfähige Anwendung umsetzen konnte, und nominierte den Mathematiker für den Landeswettbewerb.

 

Die Neuenhagenerin Jessika Maxime Langner illustrierte mit eindrucksvollen eigenen Sonnenbildern die Fragestellung der Strukturveränderung und Geschwindigkeiten von heftigen Materieströmen auf der Sonne. Daraus leitete sie die Kinematik der Sonnenausbrüche ab und überzeugte die Jury von ihrer Arbeit. Erfolgreich: Jessika wurde für den Landeswettbewerb nominiert.

 

Mit einer Wärmespeicher-Methode aus dem Vulkangestein Zeolith beschäftigten sich die drei Lausitzinnen Nadine Reichelt, Lea Kerstan und Lilli Rauhut. Sie testeten dazu eigene Versuchs-Apparaturen und kamen zu dem Schluss, dass ihr Prinzip beispielsweise bei der Ausstattung von Skibekleidung anwendbar wäre. So könnten Verunglückte ihre feuchte Atemluft in ihre Kleidung atmen und sich bis zur Rettung warmhalten. Die Jury honorierte die Leistung und nominierte Nadine, Lea und Lilli für den Landeswettbewerb. Zudem erhielten sie den Preis für Erneuerbare Energien

 

Die beiden Jungforscherinnen Maja Burkert und Thessa Howaldt aus Frankfurt (Oder) beschäftigten sich mit dem Wandel der Vegetation auf der Oderinsel Ziegenwerder im Vergleich zu 1994. In bemerkenswerter Feldarbeit untersuchten sie die Pflanzenvielfalt. Um dies auch den Besuchern der Oderinsel zu vermitteln und über den Auenwald zu informieren, haben sie zudem eine neue Karte für den Ziegenwerder angefertigt. Das Projekt überzeugte die Jury außerordentlich. Sie ehrte die Gymnasiastinnen mit dem Sonderpreis der Brandenburgischen Bildungsministerin und der Teilnahme am Landeswettbewerb.

 

Gastgeber Dr. Ulrich Müller, EWE-Generalbevollmächtigter, verkündete bei der feierlichen Preisverleihung größten Respekt gegenüber dem begabten Brandenburger Nachwuchs. „Ich bin begeistert, über das naturwissenschaftliche Interesse so vieler Schülerinnen und Schüler. Die Arbeiten verdeutlichen, dass in der Ostbrandenburger Jugend großes Potenzial steckt. Viele kluge Köpfe haben heute gezeigt, dass es bei ‚Jugend forscht‘ längst nicht nur um reine Wettbewerbsbeiträge geht, sondern auch darum, unsere Zukunft mitzugestalten und Ideen zu verwirklichen.“

 

Die erneut sehr hohe Teilnehmerzahl am Wettbewerb „Jugend forscht“ und die Qualität der Projekte zeigen, dass Naturwissenschaften heute stärker im Fokus junger Menschen stehen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. „Die Schülerinnen und Schüler können bei ihren Forschungen wichtige Kenntnisse und Kompetenzen im MINT-Bereich erwerben und vertiefen. Jugend forscht bildet also eine hervorragende Basis für die direkte und nachhaltige Förderung unseres Nachwuchses. Für EWE ist es daher eine Herzensangelegenheit, den Wettbewerb zu unterstützen“, so Dr. Ulrich Müller.

 

Auch Brandenburgs Bildungsstaatssekretär Dr. Thomas Drescher war sehr angetan von der Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Bei der Preisverleihung lobte er die Teilnehmer und rief gleichzeitig die Brandenburger Jugend dazu auf sich auszuprobieren: „Jugendliche heute sind auf vielen Gebieten unterwegs. Sie hinterfragen das Gewohnte, verlassen die eingefahrenen Gleise des Denkens, lassen sich von ihrer Entdeckerlust und ihrem Forscherdrang mitreißen. Der Wettbewerb Jugend forscht stärkt Kreativität und Ideenreichtum junger Menschen und fördert nachhaltig den technischen Nachwuchs. Seine große Bandbreite und Themenvielfalt gibt jedem die Chance, sich auszuprobieren und zu beweisen. Indem Jugendliche, insbesondere auch Mädchen, positive Erfahrungen mit Naturwissenschaft und Technik sammeln, wächst ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das sind wichtige Voraussetzungen, um sich später beruflich für die MINT-Fächer zu begeistern – unverzichtbar in einer Zeit, in der Bildung durch technischen und digitalen Fortschritt ständig neu herausgefordert wird. In Brandenburg ist Jugend forscht ein seit Jahren etabliertes Instrument, um Begabungen und Talente zu entwickeln und sie gezielt sowohl an der Spitze, als auch in der Breite zu fördern. Zudem schärft dieser Wettbewerb das pädagogische Profil der Schulen. Ich danke der EWE AG herzlich für ihr großartiges Engagement, das dem Forschergeist immer wieder neue Türen öffnet.“

 

Das Energieunternehmen EWE ist seit 2001 Patenunternehmen und Ausrichter des Regionalwettbewerbs Brandenburg Ost. Seit der Gründung 1965 sind Kooperationen mit Wirtschaft und Wissenschaft ein Eckpfeiler des Wettbewerbs. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.jugend-forscht.de.

 

 

Ansprechpartner für Medien:
Nadine Auras

Tel.: 0 33 41 / 382 – 103

Fax: 0 33 41 / 382 – 108

Mail: nadine.auras@ewe.de


EWE AG
Tirpitzstraße 39
26122 Oldenburg

 

Brandenburg/Rügen

Hegermühlenstraße 58

15344 Strausberg
 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Jugend forscht: 18 Projekte qualifizieren sich