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Aktuelle Corona-Lage im Klinikum Niederlausitz

Schwarzheide, den 16. 11. 2020

Senftenberg/Lauchhammer. Das Klinikum Niederlausitz reagiert mit der Verschiebung von einem Teil der geplanten Behandlungen und der vorrübergehenden Schließung teilstationärer Bereiche auf die wachsende Zahl der intensiv- und überwachungspflichtigen Covid-19-Patienten. Die Verlagerung von Ambulanzen außerhalb des Krankenhausgebäudes und eine veränderte Wegeführung im Haus sollen das Infektionsrisiko senken. Patienten und Mitarbeiter der Krankenhäuser Senftenberg und Lauchhammer werden flächendeckend auf Corona getestet.

 

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz steigen die Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 weiter. Die Mediziner im Klinikum Niederlausitz erwarten in der Region Ende November die Hochphase von Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen. Im Klinikum Niederlausitz können aktuell bis zu 14 Patienten statt regulär acht Patienten auf der Intensivstation behandelt werden. Im Isolationsbereich der Überwachungs- und Normalstationen könnten derzeit bis zu 25 Covid-19-Patienten versorgt werden. Am Morgen des 13. Novembers wurden insgesamt 26 Covid-19-Patienten im Klinikum Niederlausitz behandelt, sechs von ihnen auf der Intensivstation. Neun Mitarbeiter des Klinikums befinden sich aufgrund einer Infektion mit SARS-CoV-2 derzeit in häuslicher Quarantäne. Insgesamt ist zum aktuellen Zeitpunkt eine hohe Auslastung der High-Care-Bereiche zu verzeichnen. Die Belegung dieser Betten ändert sich dynamisch. „Viele unserer Covid-Patienten sind schwerkrank, und dabei sehr einsam. Wir müssen sie isolieren, um andere nicht in Gefahr zu bringen. Diese Patienten nicht nur professionell zu pflegen, sondern auch menschlich zu begleiten, ist eine große Herausforderung für unsere Pflegekräfte. Sie stemmen diese Situation bis an die Grenze dessen, was sie leisten können. Wir hoffen, dass das Plateau dieser zweiten Welle bald erreicht ist“, gibt Denise Hausdorf, Pflegedirektorin im Klinikum Niederlausitz, einen Einblick in die Situation der Pflege.

 

Gefäßambulanz und Wirbelsäulensprechstunden außerhalb des Krankenhauses, Online-Kurse der Geburtshilfe
Mit verschiedenen Maßnahmen sollen Ansteckungen in den Krankenhäusern in Senftenberg und Lauchhammer vermieden werden. Um die Besucherzahl so gering wie möglich zu halten, ist die Wund- und Gefäßambulanz des Gefäßzentrums Niederlausitz ab sofort zu den gewohnten Sprechzeiten (Montag und Freitag, 8:00 bis 12:00 Uhr, Anmeldung unter 03573 75-1818) im Außengebäude in der Krankenhausstr. 11 in Senftenberg zu finden. Die OP- und Indikationssprechstunde Wirbelsäulenchirurgie von Dr. med. Lutz Gräser, Departmentleiter Wirbelsäulenchirurgie, wird ab dem 25. November in der Praxis Dr. Salger zu den gewohnten Sprechzeiten (Mittwoch 8:00 bis 16:00 Uhr, Anmeldung unter 03573 75-1601) in der Bahnhofstr. 53 in Senftenberg ebenfalls außerhalb des Krankenhausgebäudes angeboten. Ambulante ergo- und physiotherapeutische Angebote des Klinikums Niederlausitz finden im Moment nicht statt, auch die Tageskliniken müssen ihren Betrieb vorläufig einstellen. Den Rückbildungskurs, der Geburtenvorbereitungskurs und der Handlingskurs für werdende und junge Eltern bietet die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ab kommender Woche online (vorherige Anmeldung unter 03573 75-2622) an.


Absage von geplanten Behandlungen zur Bündelung von Personal
Seit dieser Woche wurde außerdem rund ein Drittel der geplanten Operationen im Klinikum Niederlausitz verschoben. Diese vorrübergehende Einschränkung des Leistungsspektrums ermöglicht es, Personal aus verschiedenen Bereichen in der High-Care-Versorgung einzusetzen und so zusätzliche Bettenkapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten zu schaffen. Pflegekräfte aus anderen Fachabteilungen arbeiten nun auf der Intensivstation in gemischten Teams mit Fachkrankenschwestern Seite an Seite. „Innerhalb kürzester Zeit den Fachbereich zu wechseln verlangt Pflegekräften und Ärzten viel ab. Anders lassen sich aber die vielen Patienten, die wegen Corona, aber auch wegen eines Schlaganfall oder eines Unfalls gerade ein Intensiv- oder Überwachungsbett benötigen, nicht versorgen. Wir möchten mehr Pflegekräfte einstellen. Es fehlt aber an ausgebildeten Fachkräften, um diese Stellen zu besetzen“, umreißt Tobias Vaasen, Geschäftsführer der Klinikum Niederlausitz GmbH, die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Bewältigung der Corona-Pandemie.


Infektionsschutz mit Einbahnstraßen Im Krankenhaus Senftenberg reduzieren unter anderem eine Einbahnstraßen-Wegeführung und das Vorhalten eines Fahrstuhls ausschließlich für Covid-19-Patienten die Anzahl von möglichen Kontaktpersonen im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2. Neben den Tests von Patienten unmittelbar vor der Aufnahme werden ab dem 16. November 2020 sukzessive auch alle Patienten getestet, die bereits länger im Haus sind. Vom generellen Besuchsverbot sind auf absehbare Zeit keine Abweichungen geplant. Bei Kindern, Schwangeren unter der Geburt und lebensbedrohlichen Erkrankte können in Abstimmung mit der Fachabteilungen Ausnahmenregelungen vom Besuchsverbot vereinbart werden. Für das bevorstehende Weihnachtsfest wird aktuell ein Konzept erarbeitet, um Patienten, die die Feiertage im Krankenhaus verbringen, mehr Kontakt und Nähe zu ihren Angehörigen zu ermöglichen.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Aktuelle Corona-Lage im Klinikum Niederlausitz

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