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Klinikum Niederlausitz will impfen statt beatmen

Senftenberg/Lauchhammer. Am 4. und 5. März werden in den beiden Impfstraßen des Klinikums Niederlausitz rund 120 weitere Krankenhausmitarbeiter sowie erstmals rund 80 Mitarbeiter von Schulen mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft. Bis zu 3.000 Menschen pro Woche könnten vom Klinikum in Senftenberg geimpft werden. Die Covid-19-Patientenzahlen im Klinikum bleiben hoch. Die FAZIT-Station der Kinderklinik in Lauchhammer kann ihre familientherapeutische Arbeit wieder aufnehmen, die Nachfrage steigt in der Pandemie.

 

„Nur das Impfen führt aus der Pandemie! Wir sehen weiterhin täglich, wie viel Leid Covid-19 bringt und haben uns deshalb sofort bereit erklärt, in unserer Impfstelle in Senftenberg auch Nicht-Krankenhausmitarbeiter zu impfen. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir dank des beherzten Einsatzes unseres Impfteams Termine für Schulpersonal ermöglichen, die stark nachgefragt werden“, freut sich Tobias Vaasen über den vollen Impfkalender von Dr. Thomas Buthut. Der Chefarzt und Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene leitet das zehnköpfige Impfteam des Klinikums Niederlausitz. „Die Abläufe haben auch mit unseren Impf-Gästen wunderbar funktioniert. Die Impflinge aus den Schulen waren genauso tapfer wie unser Klinikpersonal“, scherzt er und berichtet weiter: „Die Impfungen wurden gut vertragen, wir haben bislang keine ungewöhnlich starken Impfreaktionen beobachtet.“

2.000 bis 3.000 Impfungen pro Woche sind auf den Impfstraßen des Klinikums Niederlausitz möglich. „Wir wollen die Pandemie nicht auf der Intensivstation, sondern in der Impfstelle bekämpfen. Der Impffortschritt im Landkreis entscheidet darüber, wann unsere vielen Pandemiebetten wieder zum Beispiel zu chirurgischen, internistischen oder neurologischen Betten werden. Wir fordern die Landesregierung eindringlich auf, den Zugang zu den Impfungen für Impfwillige zu erleichtern und uns mit dem verfügbaren Impfstoff zu versorgen“, macht Tobias Vaasen deutlich. Seit Wochen sind die Covid-19-Patientenzahlen im Klinikum Niederlausitz gleichbleibend hoch: In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt pro Tag 26 Patienten mit Covid-19 behandelt. Damit bewegen sich die Zahlen auf dem Niveau der Vorwoche, das Klinikum betreibt weiter drei Pandemiestationen in Senftenberg. In der vergangenen Woche fiel der routinemäßige Corona-Test bei einem Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz positiv aus.

Impftermin-Hotline für Schulpersonal
Lehrer und weitere für das Land Brandenburg in der Primarstufe sowie in Förderschulen tätige Personen, die entsprechend der Vorgaben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Anspruch auf eine Impfung gegen Covid-19 haben und im Landkreis OSL tätig sind, können unter der Telefonnummer 03573 75-3880 Termine für die Impfungen des Klinikums Niederlausitz in Senftenberg vereinbaren oder sich per Mail unter melden. Mehr Informationen zum Ablauf der Impfung finden sich unter www.klinikum-niederlausitz.de/impfstelle. Aufgrund der Nutzung des Gebäudes in der Calauer Str. 3 in Senftenberg als Impfstelle bietet das Gesundheitszentrum Niederlausitz hier keine Corona-Tests mehr an.

Corona-Einsatzleitung beschließt familientherapeutisches Angebot
In dieser Woche jährte sich das Bestehen des Gremiums der Corona-Einsatzleitung im Klinikum Niederlausitz, die am 1. März 2020 erstmals zusammenkam. Vertreter aller Bereiche koordinieren hier die Pandemiebewältigung. Im März 2020 waren Materialknappheit und die Schaffung von Beatmungsplätzen zentrale Themen - im März 2021 konnten weitere Impfungen geplant werden. Zu den Beschlüssen der 81. Sitzung der Corona-Einsatzleitung des Klinikums Niederlausitz am 4. März 2021 gehörte auch die Wiedereröffnung der FAZIT-Station in Lauchhammer, die corona-bedingt vorübergehend schließen musste.

Hier bietet ein Fachtherapeutenteam der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin die Familienzentrierte Interaktionstherapie (FAZIT) an. Während eines fünftägigen stationären Aufenthalts wird mit Videoarbeit zum Beispiel an Verhaltensauffälligkeiten, großen Problemen im Sozialkontakt, Beschwerden wie Einnässen, Bauch- und Kopfschmerzen gearbeitet. Oft finden die Ärzte bei der Suche nach körperlichen Ursachen in diesen Fällen eine Mischung aus vielfältigen Ursachen. „Die Nachfrage nach diesem Angebot ist in der Pandemie deutlich gewachsen. Wir sehen, dass allgemein psychische Probleme und Erkrankungen bei Kindern zunehmen. Wenn die psychosoziale Belastung von Familien steigt und die Reserven weniger werden, hat das natürlich auch negative Einflüsse auf körperliche Symptome wie Schmerzen. Wir sind sehr froh, Familien dieses intensive therapeutische Setting wieder anbieten zu können“, so Dipl.-Med. Hendrik Karpinski, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Krankenhaus Lauchhammer. Möglich wird die Wiedereröffnung der Station durch ein strenges, mit dem Institut für Krankenhaushygiene abgestimmtes Hygienekonzept. Anfragen zu FAZIT können telefonisch unter (03573) 75-2760 oder per E-Mail an gestellt werden.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Schwarzheide
Mo, 08. März 2021

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