Zukunftstechnologie: Sunfire beginnt mit dem Bau der SOEC-Testanlage im Industriepark Lausitz
Zukunftstechnologie: Sunfire beginnt mit dem Bau der SOEC-Testanlage im Industriepark Lausitz
◼ Auftakt für langfristige Validierung von Sunfires leistungsstärkster SOECProduktgeneration unter industriellen Bedingungen
◼ Industriepark Lausitz überzeugt internationalen Technologieführer mit starken Standortvorteilen
Der Industriepark Lausitz und Sunfire haben heute im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Industrie den offiziellen Spatenstich für eine grüne Wasserstoff-Testanlage gesetzt. In Schwarzheide wird Sunfire künftig seine neueste und leistungsstärkste SOEC-Produktgeneration im industriellen Umfeld validieren.
Die Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC) nutzt verfügbare Abwärme und ermöglicht dadurch eine höchst effiziente Wasserstoffproduktion. Als Innovationsführer hat Sunfire die Entwicklung der Technologie maßgeblich geprägt und erreicht Rekordwirkungsgrade von bis zu 89% LHV, AC1. Mit der Ansiedlung der SOEC-Testanlage stärkt das Projekt die Lausitz als Standort für Zukunftstechnologien.
Nils Aldag, CEO von Sunfire: „Sunfire steht für grüne Wasserstofftechnologien, ‘Made in Germany‘. Während unsere Druck-Alkali-Elektrolyseure bereits heute in industriellen Großprojekten in ganz Europa erfolgreich zum Einsatz kommen, sehen wir auch in der Hochtemperatur-Elektrolyse einen entscheidenden Hebel für die Energiewende. Die SOECTechnologie hat das Potenzial zur weiteren Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung der Industrie zu werden. Als SOEC-Weltmarktführer gestalten wir diese Entwicklung maßgeblich mit. Mit der Testanlage am BASF-Standort Schwarzheide setzen wir unsere SOEC-Strategie konsequent um und treiben die Kommerzialisierung der Technologie weiter voran. Der Standort bietet ideale Voraussetzungen, um den Markthochlauf der Hochtemperatur-Elektrolyse weiter zu beschleunigen.“
Christian von Olshausen, CTO von Sunfire: „Mit unserer SOEC-Technologie zeigen wir das volle Potenzial deutscher Ingenieurs-Expertise. Durch die Nutzung verfügbarer Abwärme erreicht die Hochtemperatur-Elektrolyse Rekordwirkungsgrade und kann die Gestehungskosten für grünen Wasserstoff und Synthesegas deutlich senken. Der Spatenstich für die Testanlage im Industriepark Lausitz markiert einen wichtigen Meilenstein: Mit der Validierung unter realen Industriebedingungen schließen wir die letzten Schritte vor der Umsetzung erster kommerzieller Anwendungen ab. Als Innovationsführer in der Hochtemperatur-Elektrolyse bauen wir auf unsere umfangreiche Erfahrung aus industriellen Demonstrationsprojekten auf und gewinnen durch praxisnahe Langzeittests zusätzliche Erkenntnisse für die erfolgreiche Skalierung.“
Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH: „Mit Sunfire haben wir für den Zukunftsmarkt Wasserstoff einen echten Branchenprimus und internationalen Technologieführer für den Industriepark Lausitz gewonnen. Das ist ein starkes Signal für die Attraktivität unseres Standorts. Entscheidend waren neben unserer leistungsfähigen Infrastruktur und dem industriellen Umfeld, vor allem unsere Umsetzungsgeschwindigkeit. Durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten wir in kürzester Zeit die Voraussetzungen für den Netzanschluss der Testanlage schaffen und einen ambitionierten Projektzeitplan realisieren. Unser Anspruch ist es, Investitionen nicht nur zu
ermöglichen, sondern sie schneller Realität werden zu lassen.“
Anne Francken, Kaufmännische Geschäftsführerin BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH: „Die Grundlage für dieses Projekt wurde lange vor dem heutigen Spatenstich gelegt – in einer vertrauensvollen und lösungsorientierten Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Sunfire haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen, um ein anspruchsvolles Vorhaben auf den Weg zu bringen. Solche Projekte gelingen nur, wenn alle Beteiligten ihr Know-how einbringen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Umso mehr freuen wir uns, dass wir diesen Meilenstein heute gemeinsam feiern können.“
Die SOEC-Elektrolyseure von Sunfire sind hocheffizient und ermöglichen die niedrigsten LCOH (Levelized Cost of Hydrogen). Als
Vorreiter in der SOEC-Entwicklung hat Sunfire weltweit die meisten industriellen Demonstrationsprojekte umgesetzt. Mehr Informationen unter Sunfire HyLink SOEC Die in Schwarzheide eingesetzte SOEC-Technologie wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Leitprojektes H2Giga, Teilprojekt HTEL MODULE, maßgeblich weiterentwickelt. Aufbauend auf diesen Forschungsergebnissen dient die Testanlage der industriellen Langzeitvalidierung unter realen Einsatzbedingungen und sichert die technologische Reife für großskalige Anwendungen im Rahmen des Important Project of Common European Interest (IPCEI). Die Europäische Investitionsbank kofinanziert die Entwicklung und Industrialisierung der innovativen SOEC-Elektrolyseure mit einem Darlehen.